Hervorgehoben

Wie es sich anfühlt seit 10 Wochen nicht arbeiten zu dürfen

Kurz für alle die mich nicht so gut kennen… im richtigen Leben führe ich, gemeinsam mit Familie Legahn, in Hamburg und im Seevetal eine große Schwimmschule. Wir haben zwei eigene kleine Schwimmbäder in denen wir jede Woche für über 1500 Kinder und Erwachsene Schwimmkurse und AquaFitness anbieten.

Seit dem 16.03.20 ist allerdings alles anders.

Durch den COVID-19 Ausbruch wurde auch uns, wie nahezu allen anderen Unternehmen, der Betrieb geschlossen, und wir konnten von einem auf den anderen Tag keine Kurse mehr anbieten.

Ich habe länger überlegt ob ich das hier schreibe, weil es eigentlich nicht so meins ist öffentlich zu jammern. Das löst dann ja auch unter Umständen Sorgen aus bei Leuten, denen ich eine Verantwortung gegenüber habe, wie z.B. meiner Familie oder meinem Team… Oder es stößt auf Unverständnis bei Leuten, die der Meinung sind dass es uns allen hier noch viel zu gut geht im Vergleich zu anderswo auf der Welt.

Letztlich bin ich aber zu dem Ergebnis gekommen, dass ich ja nur bewirken kann, wenn ich jemandem was davon erzähle. Ehrlich gesagt fühlt es sich so an, als wenn ich nicht mal hier etwas bewirken kann, aber so what….

Ich möchte Euch also einmal erzählen, wie es sich für mich anfühlt nicht arbeiten zu dürfen, wie es sich anfühlt seit fast 3 Monaten keinen Cent mehr „verdient“ zu haben…

Ich war es mein ganzes Leben lang gewohnt, dass meinem Verdienst auch eine ganz konkrete Leistung gegenüber steht, und das ist im Moment nicht so.

Oh… ich habe schon noch etwas Geld, denn zum Glück hatten wir in der Schwimmschule Rücklagen und eine ganze Reihe von fantastischen KursteilnehmerInnen, die uns weiterhin ihre monatlichen Raten überwiesen haben. Aber wir können grade dafür leider keinerlei Leistung bringen und häufen so einen Berg von Zeitschulden und letztlich auch Geldschulden an. Bis heute haben wir sicherlich schon einen mittleren sechsstelligen Betrag verloren an die Krise.

Aber damit habe ich gerechnet. Darauf hatten wir unternehmerisch bis Ende April eine sehr gute Antwort. Auch darüber hinaus haben wir eine Reihe von Plänen gemacht mit einer gewissen Substanz. Das ist nicht der Punkt.

Der Punkt ist, dass wir Stand heute, nach wie vor keinerlei Aussage darüber haben, wann und vor allem wie, wir in der Schwimmschule wieder Kurse anbieten können. Mindestens bis Ende Juni müssen wir in Hamburg noch warten. Weitere 4 Wochen. Mindestens. Aber zum Glück dürfen die Fitness Studios ab nächster Woche wieder öffnen und beim Globetrotter dürfen die Leute bis in den zweiten Stock an der Kassenschlange stehen…(Zynismusmodus aus).

Der Punkt ist, dass wir heute nach 10 Wochen, immer noch keinen Ansprechpartner in Politik und Verwaltung haben, der sich mit unserer Dienstleistung, unseren Kursen, unseren Konzepten auseinandersetzt und dann auch etwas entscheiden darf.

Der Punkt ist, dass an allen Ecken und Enden die Läden wieder öffnen, dass es Zeitpläne für Fitnessstudios gibt, Musikschulen wieder öffnen dürfen, Chöre wieder singen dürfen.

Der Punkt ist, dass ich nicht verstehen kann warum meine Schwimmschule nicht unter den gleichen Abstands- und Hygienerichtlinien wie viele andere, wieder wenigstens einen Betrieb mit Minigruppen, oder Einzelstunden machen darf. So wie die Sportstudios das auch wieder dürfen.

Ich fühle mich so dermaßen allein gelassen, ich kann das gar nicht in Worte fassen.

Ich fühle mich so dermaßen ungleich behandelt, dass ich mittlerweile nur noch mit dem Kopf schütteln kann.

Ich wälze von Morgens bis Abends die Allgemeinverfügungen von zwei Bundesländern in denen unsere Schwimmbäder stehen, um vielleicht eine neue Entwicklung für uns nicht zu verpassen. Ich telefoniere mit Gesundheitsämtern, Verwaltungen, etc.pp und ernte nur Schulterzucken…

Was ich gelernt habe in den letzten Wochen, aus allen Gesprächen mit den Leuten in der Verwaltung die ich dann doch mal erreicht habe ist: Es interessiert halt einfach keinen. Das es Schwimmschulen gibt, die mit Ihrem Angebot Geld verdienen müssen, hat anscheinend keiner auf dem Schirm.

Jeder verbindet mit dem Wort Schwimmschule sofort „Schwimmbad“. Und ein Schwimmbad ist logischerweise ein öffentliches Schwimmbad. Und das ist normalerweise für Kommune/Stadt/Land am billigsten, wenn es geschlossen bleibt.

Gegen diese Denke anzukämpfen, um überhaupt mal von jemandem ernst genommen zu werden der „etwas zu sagen hat“, ist so mühsam…. und mir bis heute nicht gelungen.

Ich habe auch kaum noch Kraft dafür übrig. Auch nicht, um mich selbst zu irgendetwas zu motivieren. Mal irgendwas „schönes“ zu machen, fällt unglaublich schwer. Und daraus Kraft zu tanken ist fast nicht machbar.

Ich glaube ich kann jetzt ein Stück besser verstehen, wie es jemandem gehen muss der überhaupt keine Perspektive hat. Der z.B. monatelang in einem Flüchtlingsheim sitzt ohne zu wissen wie es weiter gehen soll…

Im Vergleich dazu geht es mir in der Tat noch sehr gut, was allerdings nur ein kleiner Trost ist, gerade.

Ich hoffe inständig, dass wir diese Lage letztlich überstehen werden. Finanziell wie auch gesundheitlich. Wobei ich mir über Corona persönlich grade nicht so viele Sorgen mache, wie über meine emotionale Gesundheit… Denn die ist jetzt schon sehr deutlich angeschlagen.

Das nennt man dann wohl Kollateralschaden…

Cheers…

Hervorgehoben

Die letzten Schwimmstunden vor Weihnachten

Die letzte Woche vor Weihnachten in der Schwimmschule geht langsam zu Ende. Und als ich heute noch etwas Schmuck für den Weihnachtsbaum gekauft haben, konnte ich nicht anders und musste einen Schwung Weihnachtsmann-Mützen für meine Schwimmkinder mitnehmen 🙂

Wir hatten auf jeden Fall großen Spaß!

Über Mittsommer in Schweden – Fototagebuch Teil 1

Diesen Sommer sind wir mal vor den Schulferien losgefahren und verbringen die beiden Wochen über Mittsommer in Schweden. Wir sind mal hier und mal dort – jetzt gerade für ein paar Tage in einem Airbnb TinyHouse auf der Insel Orust in den Göteborger Schären. Was uns sofort aufgefallen ist: Die Schären hier sind gefühlt viel weniger besiedelt als die Schären um Stockholm herum. Sehr entspannt die ganze Aktion 🙂

4 Monate mit der Fuji X100V

Meine erste Fuji Kamera war die X100S, die ich vor ein paar Jahren gebraucht gekauft habe, weil ich mal in die Fuji Welt hinein schnuppern wollte. Obwohl diese alte Kamera aus dem Jahr 2012 (glaube ich) alles andere als State of the Art war, war es schnell um mich geschehen und ich bin dann von meiner Canon EOS 50D, auf eine Fuji X-T2 umgestiegen, 2 Jahre später folgte dann eine X-T3, einige Objektive, Zubehör… Gear Aquisition Syndrome – wer kennt das nicht.

Die alte X100S wurde eigentlich nur noch ganz selten rausgeholt. Der Autofokus langsam, das Objektiv nicht wirklich scharf, fristete sie ein Dasein auf dem Abstellgleis in der Vitrine. Gerade aber, weil die X-T3 dann doch öfter zu groß war um sie immer dabei bzw. in der Hand zu haben, ging mir der Gedanke nach einer aktuellen X100 – Modell V – nicht aus dem Kopf und ich durchforstete ständig die Kleinanzeigen nach einem gutem Angebot. Ende 2021 war es dann so weit und ich fand eine gebrauchte in meiner Nähe, noch dazu in Top Zustand. Da konnte ich nicht widerstehen und griff zu…

Die Köhlbrandbrücke in Hamburg im Regen

Ich wollte eine Fuji Kamera, die ich immer dabei haben konnte, die wetterfest ist, ein scharfes Objektiv hat, einen vernünftigen Autofokus – und irgendwie sexy sollte sie sein. Die X-E4 schied für mich aus, weil sie nicht wetterfest ist, sonst wäre sie sehr hart im Rennen gewesen.

Was soll ich sagen – die X100V ist seitdem immer mit dabei, irgendwie fast festgewachsen. Die Festbrennweite von 23mm (35mm Vollformat-Äquivalent) fordert mich ständig heraus meine Kompositionen zu überdenken, aus der bequemen Distanz auch mal sehr viel dichter ran zu gehen an meine Motive – gerade beim Fotografieren von Silhuetten von Personen, was ich sehr gern mag.

Normalerweise war ich es gewohnt, mit nem Zoom etwas weiter weg zu bleiben von den Leuten, und manchmal kostet es ganz schön Überwindung sich bis auf 1-2 Meter anzuschleichen 🙂

Meine X-T3 liegt im Moment die meiste Zeit in der Vitrine und leistet der alten X100S Gesellschaft 🙂 Dafür habe ich die X100V im Moment einfach noch viel zu lieb 🙂 Zum Schluss noch ein paar Impressionen aus der letzten Zeit, alle mit der Fuji X100V gemacht. Wenn Ihr Lust auf mehr habt, dann schaut gern auf meinem Instagram vorbei. Da versuche ich eigentlich jeden Tag ein Bild zu posten. Würde mich echt freuen!

https://www.instagram.com/christian_zwengel/

Fujifilm Classic Negative Filmsimulation on the XT-3

Just a quick note for all of you Guys, who wants the superb Classic Negative Filmsimulation for your XT-3 RAW Files.

By mistake, i figured out, that in the latest update of Capture One 21 (Fujifilm) Build 14.10.220 surprisingly i was able to choose the Classic Negative Simulation in the basic Profile Tab.

Violá! There it is. I’m super happy, especially about the ClassicNeg Green Tones, which I’m totally in love with…

Give it a try, and leave me a comment, if that works for you as well.

Would also love to see you on my Instagram. (Click here 🙂

Cheers!

Mein Instagram Feed – Für und wider beim Thema Rahmen um die Bilder

Um es vorweg zu sagen… Beim Thema Rahmen um meine Bilder bei Instagram bin ich irgendwie etwas sprunghaft. Ich glaube ich habe schon 3x hin und her gewechselt und jeweils immer wieder gute Gründe dafür gehabt. Da hab ich mir gedacht, ich schreibe einen kleinen Blog-Artikel, falls Euch das Thema auch bewegt…

Vorab der wichtigste Punkt. Das native Seitenverhältnis bei Instagram Bildern ist entweder 1:1 oder 4:5. Nur wer eins von beiden wählt, kann sicher sein, dass seine Bilder im Feed bei anderen Leuten in voller Größe angezeigt werden. Warum dann aber überhaupt über Rahmen nachdenken?

Ein paar gute Gründe für Rahmen um die Instagram Bilder

  • Man kann das Bild so in jedem anderen Seitenverhältnis posten.
  • Auf der eigenen Profilseite werden die Bilder immer im 1:1 Format angezeigt. Da wird also auch bei 4:5 was abgeschnitten und man sieht das Bild nur voll, wenn man draufklickt. Ein Rahmen im 1:1 Format stellt sicher, dass immer und überall das ganze Bild angezeigt wird.
  • Aus gewissen künstlerischen Gesichtspunkten gesehen, trägt ein Rahmen erheblich zur Wirkung eines Bildes bei. Er kann dem Auge, ähnlich wie eine Vignette, helfen, ins Bild geführt zu werden.
  • Im Profil tragen Rahmen um die Bilder dazu bei, dass es insgesamt etwas „kurierter“ aussieht.
  • Auf der Instagram Explore Seite, oder auf Hashtag Seiten kann sich ein Bild durch einen Rahmen von den anderen Bildern abheben und so eventuell neuen potentiellen Followern schneller ins Auge springen.
  • Ich habe für mich festgestellt, dass ich ohne Rahmen sehr viel mehr Bilder im Hochformat geschossen habe, weil 4:5 Hochformat am größten angezeigt wird bei Insta. Das Querformat kam dabei deutlich zu kurz.

Ein paar gute Gründe die gegen Rahmen sprechen

  • Bei Instagram hat man eh schon wenig Pixel für seine Bilder. Da auch noch welche für einen Rahmen „verschwenden“ ist irgendwie blöd. Die Bilder wirken dadurch kleiner als sie eh schon sind.
  • Ohne Rahmen werden die Bilder bei Euren Followern in voller Größe angezeigt.
  • Es wird immer viel davon gesprochen wie wichtig es ist, dass der eigene Feed möglichst konsistent daherkommt. Die Rahmen um die Bilder tragen dazu bei, dass es vielleicht etwas chaotischer aussieht. Vor allem wenn man Hoch- und Querformat mischt…
  • Auf der Instagram Explore Seite, oder auf Hashtag Seiten kann sich ein Bild durch einen Rahmen von den anderen Bildern abheben und dadurch im schlimmsten Fall störend wirken. Mir geht das besonders so, wenn dort zwei Bilder mit unterschiedlichen Rahmen nebeneinander stehen. Das sieht meist wirklich nicht so toll aus.

Mai 2021 – Rahmen oder keine Rahmen?

Zu Anfang Mai 21 hatte ich Lust meinem Feed einen neuen Look zu verpassen und bin wieder zu den Rahmen zurückgekehrt. Bis auf weiteres also Rahmen um die Bilder. Ich wähle dabei ein 1:1 Format, damit es auch auf meiner Profilseite einheitlich aussieht und packe quasi auf einen 1:1 weißen Hintergrund meine Bilder – prinzipiell egal in welchem Format, aber meist 3:2, wie es mein Kamera Sensor vorgibt. Was mir sofort nach ein paar Tagen aufgefallen ist: Ich fühle mich deutlich weniger eingeschränkt dabei welche Bilder ich für Instagram schieße. Der Rahmen ist nun Teil meines Looks im Feed – und was im Rahmen passiert ist irgendwie freier gestaltbar… Keine Ahnung wie ich das besser erklären soll… ich habe also das Gefühl, ich kann wieder deutlich kreativer werden in meinen Bilder. Und das finde ich gut.

Vorher/Nachher

Anbei zwei Screenshots von meinem Feed mit und ohne Rahmen… Man sieht ganz gut, was ich beschrieben habe glaube ich… Wie auch immer. So viel zum Thema von mir. Ich freue mich über Eure Meinung dazu. Ganz wichtig… Besonders würde ich mich freuen, Euch als neue Follower bei meinem Instagram zu begrüßen. Einfach hier klicken: https://www.instagram.com/christian_zwengel/

Bis bald!

Schwimmkurse nur mit Schnelltests?

Ich bin grade mal #mütend und hab mir ein paar Gedanken zum Thema Schwimmkurs mit Testpflicht gemacht. So soll es ab Montag wohl in NRW und SH laufen. Allerdings ist mir schleierhaft wie das von den Kosten und logistisch funktionieren soll. Aber lest selbst…

Ach ja. Kurse OHNE Schnelltests, jetzt grade wo die britische Variante wie der Sensenmann durch Kitas und Schulen pflügt – also genau unsere Zielgruppe – halte ich für unverantwortlich…

Ein Selbsttest kostet im Moment zwischen 5 und 10 €. Je nachdem wie schnell lieferbar. Ich habe grade 500stk für 6,90€ bestellt. Die reichen aber nur, um mein Team 4-5 Wochen lang sicher durchtesten zu können.

Nur mal angenommen, man würde NUR die Kinder vor dem Schwimmkurs testen, dann wären das 6,90€ zusätzliche Kosten pro Stunde pro Kind. Aber was ist mit den Eltern? Die müssten auch einen Test nachweisen, wenn das alles Sinn ergeben soll mit dem testen, denn die meisten Kinder können sich ja nicht komplett allein umziehen und duschen etc. Sind also schon 14€ pro Stunde pro Kind zusätzliche Kosten. Man braucht aber auch noch zusätzliches Personal, das die Tests bereitlegt und sicherstellt, dass alles ohne Chaos abläuft. Das sind dann noch mal ordentliche Personalkosten oben drauf.

Für unsere Schwimmschule – wir müssen normalerweise ca. 1000 TN pro Woche pro Bad kalkulieren um wirtschaftlich arbeiten zu können – sind das nach dieser Rechnung dann zusätzliche Kosten von über 10.000€ pro Monat pro Bad. Natürlich kann man das auch auf den Kurspreis umlegen. Wären dann also pro Kursstunde wie oben gerechnet 14,90€ extra nur für Tests. Da sind aber die Preissteigerungen, die wir sowieso einplanen müssen noch nicht mit eingerechnet.

Sagen wir also, vernünftig kalkuliert müssen wir pro Kursstunde etwa 20€ zusätzlich zu unserem normalen Kurspreis verlangen, damit wir so ein Modell kostendeckend anbieten können. Und da frage ich mich einfach – wer von den Eltern ist denn bereit das zu zahlen?

Dann kommt noch hinzu – was ist mit den positiven Testergebnissen? Die dürfen dann ja nicht in die Halle rein und müssen wieder nach Hause. Kann jederzeit passieren. Und da Kind und Eltern negativ sein sollten, verdoppelt sich sofort das Ausfallrisiko für eine Kurstunde für die Eltern, bei gleichzeitiger Verdoppelung des Kurspreises. Denn eine ausgefallene Stunde wegen positiven Test zurück zu erstatten, das wird wirtschaftlich nicht funktionieren.
Wenn ich es mir recht überlege, dann reicht eine zusätzliche Arbeitskraft überhaupt nicht aus um die Testlogistik zu bewältigen. Muss man also noch 2-4 Leute einstellen damit das klappt. Und von denen darf dann keiner krank werden.
Also. Ich spiele mal die Euphoriebremse und glaube, dass das absolut nicht praktikabel ist unter diesen Voraussetzungen und wir erst wieder vernünftig Kurse anbieten können, wenn das ohne Testpflicht wieder sicher möglich ist.


Ach ja… Die nötigen Tests hängen übrigens grade im Suezkanal fest…

Der Dunkle Wald um die Ecke

An diesem Wald bin ich schon tausend Mal vorbei gefahren. Und seit ner Weile habe ich aus dem Augenwinkel darin ein Motiv gesehen und wollte dringend ein Foto machen. Der Kontrast zwischen den hellen Baumstämmen und dem dunklen Innenleben des Waldes haben mich fasziniert. Letztens, bin ich dann einfach mal angehalten. Es sieht nicht so aus, aber dieser Wald steht direkt neben dem Parkplatz eines Baumarktes in der Nähe meiner Arbeit, direkt am südlichen Stadtrand von Hamburg. Nichts mit abgeschiedener Natur also, sondern Hauptstraße… 🙂

Ich habe das Bild mit meiner Fuji XT-2 und dem XF16-55 f2 Objektiv bei 32mm Brennweite und Blende 8 aufgenommen. Ein Stativ musste ich nicht benutzen, es war Mittags und absolut hell genug für ein Bild aus der Hand.

Bei der Bildkomposition habe ich drauf geachtet, dass sich die einzelnen Baumstämme möglichst nicht so doll überlagern. So konnte ich eine schöne Tiefe im Bild und einen schönen Kontrast von hell und dunkel erzeugen. Ein paar Zentimeter mehr oder weniger nach links oder rechts machen da oft schon einen riesigen Unterschied aus.

Für die Bildbearbeitung war dann das Classic Chrome Profil von Fujifilm mein Ausgangspunkt. Ich mag das sehr für meine Waldfotos, weil es insgesamt etwas weniger knallig/farbig daherkommt und von Haus aus einen schönen „moody Look“ ins Bild bringt.

Mir selbst gefällt an dem Bild am besten, dass es so aussieht als wenn es irgendwo in einem tiefen Wald gemacht wurde und dass es mich durch den Kontrast zwischen Stämmen und Hintergrund irgendwie tief im inneren berührt. Die Ur-Angst vor dem dunklen Wald vielleicht?
Keine Ahnung… 🙂

Am großartigsten ist aber, dass ich mit diesem Bild ein Feature in einer Ausgabe meines Lieblings Foto-Magazins FujiLove bekommen habe. Happy 🙂

Es geht wieder los – Schwimmschule mit Abstand halten :)

Am Freitag den 05.06. haben wir endlich die Nachricht erhalten, dass wir mit der Schwimmschule Delphin im Seevetal ab Montag den 08.06. wieder beginnen dürfen. Die Corona-Pause ist also zu Ende!

Wie fühlt sich das jetzt an? Puh!…

Wir sind alle super Happy, dass wir wieder ein Ziel haben auf das wir hinarbeiten können. Wir haben in den letzten Tagen „rund um die Uhr“ versucht alles vorzubereiten. Die Buchungen in der Software vorbereiten, hunderte von Rückfragen unserer Kursgäste möglichst zeitnah klären, die Schwimmschule auf die Abstandsregeln vorbereiten, die wir wirklich erst am Freitag erfahren haben. Die Personalplanung in den neuen Stundenplan übertragen. Die Kurse inhaltlich auf die neuen Regeln abstimmen. Das hatten wir zum Glück schon vorher begonnen, und können das aber nun erst feintunen…

Auf jeden Fall ist der Frust der letzten Wochen ein Stückweit Vergangenheit. Wir üben jetzt im Seevetal für einen hoffentlich baldigen Neustart im Hamburger Alstertal…

Die Wiese gegenüber…

Ich wohne ja schon seit meiner Kindheit in Hamburg auf der Insel bzw. im Stadtteil Wilhelmsburg und dort genauer in Georgswerder. Das ist ein Ortsteil so ziemlich abseits von allem Trubel mit vielen Gärten, Wiesen, und der alten Doven Elbe die sich dort durchzieht.

Auf der Wiese gegenüber, die es dort so schon seit über 50 Jahren gibt, wird nun gebaut und jeden Tag fahren da die Bagger rüber und machen erstmal alles platt… Aus dem ganzen Gestrüpp der letzten Jahrzehnte, haben die Bagger letztens diesen alten Schuppen ausgegraben, in dem wohl wirklich irgendwann auch mal jemand gewohnt hat.

Als Kinder haben wir uns da nie hingetraut – um so spannender sich das jetzt anzuschauen und natürlich ein paar Bilder zu machen…

Das Wrack am Strand von Helgenaes

Dieses Foto entstand am Strand von Helgenaes, einer Halbinsel in Djursland im Norden von Dänemark, etwa 20 Minuten mit dem Auto vom Ort Ebeltoft entfernt.

Technik

Fujifilm XT-2, 16-55 f 2,8, 15sek Belichtung, ISO 200, LED Licht von Rollei

Meine Idee dahinter

Ich habe das Boot einige Tage vorher zufällig auf Instagram gesehen, als ich den Hashtag #helgenaes dursucht habe, und keine Ahnung gehabt wo das Boot wohl liegen könnte. Aktiv gesucht habe ich gar nicht, aber beim spazierengehen haben wir es es zufällig entdeckt. Ich habe ein paar Bilder in der Mittagszeit geschossen, Langzeitbelichtungen ausprobiert, und hatte aber irgendwie schon im Kopf wie es wohl aussehen würde wenn das Wrack in der Nacht von innen beleuchtet wäre…

Umsetzung

Am Abend bin ich dann noch mal zum Fischen zurück gekommen. Der Strand ist zufällig auch eine der besten Strecken zum Meerforellenangeln auf Helgenaes. Nach dem Fischen habe ich dann die Kamera geholt, habe die Perspektive gesucht und gefunden und bin aufs Wrack geklettert um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen. Zum Glück hatte ich noch meine Wathose an und musste mir keine nassen Füße holen 🙂

Das das Bild dann letztlich genau so aussieht wie ich es mir vorgestellt habe, ist natürlich ziemlich prima…

Bearbeitung

Durch die Langzeitbelichtung musste ich gar nicht sooo viel am Bild machen. In Lightroom ein paar Grundeinstellungen und als Basis das Classic Chrome Profil von Fuji. Dann in Aurora HDR noch ein paar Feinjustierungen – fertig.

Ich hoffe das Bild gefällt Euch und freue mich über ein paar Kommentare wie Ihr es findet!